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Die Macht der Gewohnheit


"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier", sagen wir, um zu verdeutlichen, welch große Rolle Gewohnheiten in unserem Leben spielen und wie schwer es uns oft fällt, diese zu verändern. Warum hängen wir so sehr an gewohnten Ritualen und scheuen Veränderung? Und wie können wir es uns leichter machen, alte Gewohnheiten fallen zu lassen und neue in unserem Leben zu etablieren? Passend zum Neujahrsbeginn möchte ich in diesem Blogbeitrag ein paar Tipps und Infos aus der Motivationspsychologie geben, damit die Neujahrsvorsätze keine Wunschträume bleiben.


Warum formulieren so viele Menschen zum Jahreswechsel einen Neujahrvorsatz? Weil es sich schlichtweg gut anfühlt, ein "New Year, New Me" zu visualisieren. Manchmal sogar ZU gut. Denn die bloße Vorstellung von unserem "Idealselbst" bringt oft mehr Wohlempfinden als die tatsächliche, mit Anstrengung verbundene Umsetzung, die auf dieses Wunschdenken folgen sollte. Allein unsere Vorstellungskraft flutet uns mit Glückshormonen - und das noch bevor wir den ersten, oft eher unangenehmen, Schritt in Richtung des Erfolges gesetzt haben.


Lang etablierte und somit tief verankerte Gewohnheiten verbindet der Geist mit Sicherheit und Geborgenheit - für den Kopf heißt es: Solange sich die kleinen, liebgewonnenen Rituale im Alltag nicht verändern, scheint alles in bester Ordnung zu sein. Alte Gewohnheiten zu verwerfen und neue zu schaffen kann jedoch unangenehm sein. Erst wenn ich diese Anstrengung in Kauf nehme, entsteht im Gehirn statt der "guten, alten" Autobahn eine neue Seitenstraße.

Ein plakatives Beispiel dafür: Wenn ich mich tagein, tagaus nach einem intensiven Arbeitstag mit einer Tafel Schokolade vor dem Fernseher belohnt habe, dann wird das Gehirn auch weiterhin bei dem Wunsch nach Entspannung diese Belohnungs-Schoki verlangen. Zur Joggingrunde, die man sich stattdessen vorgenommen hätte, kommt es womöglich dann nicht mehr.


Auf dem Weg zum Ziel begegnet einem so manches Hindernis, weswegen es den wenigsten Menschen gelingt, ihre Neujahrsvorsätze über den Jänner hinaus in die Tat umzusetzen.


Was machen Menschen anders, die es schaffen Gewohnheiten zu verändern, als diejenigen, die bereits nach wenigen Tagen oder Wochen aufgeben? Sind sie schlichtweg disziplinierter? Meiner Einschätzung nach hat der Erfolg weniger mit Selbstdisziplin als vielmehr mit folgenden 5 Punkten zu tun:


1. Welche Motivation steckt hinter deinem Vorsatz?

Überlege dir genau, was du dir von einem Vorsatz erhoffst. Was motiviert dich dazu, dir dieses Ziel zu setzen? Welche Bedürfnisse erfüllst du dir mit diesem Ziel? Welche alte Gewohnheit ist dir nicht mehr dienlich und soll durch eine neue ersetzt werden? Schreibe deine Gedanken nieder, um dich immer wieder an deine persönlichen Beweggründe zu erinnern!

Wichtig: Wenn die Motivation hinter deinem Vorsatz nicht von DIR und deinem Innersten stammt, sondern von außen (z.B. weil du glaubst, so sein zu müssen, um gemocht zu werden), schenke deine Energie lieber etwas, das dir WIRKLICH wichtig ist!


"Motivation bringt dich dazu, anzufangen. Gewohnheit bringt dich dazu, weiterzumachen."

2. Mache dir einen genauen Plan!

Die meisten Neujahrsvorsätze scheitern am fehlenden Plan. Zu sagen: "Ich möchte im nächsten Jahr gesünder essen und mehr Sport betreiben" ist zwar ein netter Wunsch, aber kein konkret definiertes Ziel. Was genau möchtest du bis wann erreichen? Und was braucht es, damit du auch wirklich dorthin kommst? Setze dir kleine Schritt-für-Schritt-Ziele und halte diese schriftlich fest, zum Beispiel in Form eines Gewohnheitstrackers. Vier verschiede Vorlagen für einen Gewohnheitstracker findest du GRATIS hier.



3. Mache dir einen Back-up-Plan!

Stell dich bereits jetzt darauf ein, dass es Tage geben wird, an denen es dir ganz und gar nicht leicht fällt, deinen Vorsatz einzuhalten. Überlege dir, was du tun möchtest, wenn die Umstände einmal nicht optimal sind, wenn beispielsweise das Wetter dich vom joggen abhält, du erschöpft von der Arbeit nach Hause kommst, ein Termin dazwischen kommt, etc. Wie schaffst du es dennoch an deinem Ziel dranzubleiben? Gibt es Kompromisse, die du eingehen kannst, damit du nicht vom Weg abkommst?


"Mut ist nicht immer laut. Manchmal ist er eine leise Stimme am Ende des Tages, die sagt: Morgen versuche ich es noch mal." (Mary Anne Radmacher)

4. Lass dich begleiten!

Zusammen ist es leichter! Sprich aus diesem Grund mit Familie, FreundInnen und/oder Bekannten über dein Vorhaben und bitte sie darum, dich dabei zu unterstützen. Vielleicht gibt es ja jemanden, der oder die gemeinsam mit dir in die Richtung des Zieles gehen möchte. Vielleicht möchtest du dich regelmäßig mit jemanden zum Sport verabreden, um es dir leichter zu machen. Oder vielleicht hilft dir auch eine professionelle Beratung dabei, einen konkreten Plan zur Erreichung deines Ziels zu erstellen. Wenn du das Gefühl hast, dass ich die richtige Person sein könnte, um dich zu begleiten, melde dich gerne zu einem Erstgespräch bei mir. Hier findest du das Kontaktformular.



5. Last but not least: Fang an! JETZT!

Laut Studien im Rahmen der Motivationspsychologie fühlen wir mehr Scham, wenn wir bei einem Vorhaben scheitern, als wenn wir dieses gar nicht erst beginnen. In Folge neigen wir dazu, den ersten Schritt immer weiter hinauszuzögen. Und je länger wir mit dem Start warten, desto größer wird die Angst vor potenziellem Versagen.

Deshalb mein Rat an dich: Fang an! Und zwar am besten JETZT! Mach dir den Anfang nicht zu schwer, da ansonsten die Gefahr besteht, bald wieder aufzugeben. Beginne am besten mit dem Schritt, den du am leichtesten umsetzen kannst! Damit erhältst du einen ersten Motivationsschub und das Dranbleiben wird dir mit jedem Tag besser gelingen. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, helfe ich dir gerne! ;)


"Selbst der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt." (Lao Tse)

Eine letzten Tipp habe ich noch für dich: GLAUB AN DICH! Beobachte einmal deine Gedanken: Wenn immer wieder Sätze in deinem Kopf auftauchen wie "Wie schaffen das bloß alle anderen?", " Ich bin wohl zu wenig diszipliniert.", "Das wird mega anstrengend." dann schwächst du dich nur selbst. Das Zutrauen (sowohl in andere als auch in sich selbst) hat eine unglaubliche große Kraft, die wir nützen können und sollen. Erkenne deine persönliche Stärke, spüre deine Willenskraft und finde das Potential, das in dir steckt! Formuliere deine Gedanken bewusst so, dass sie dich beim Erreichen deiner Ziele stützen und nicht hindern!


In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute auf deiner Zielgeraden und viel Vertrauen in DICH selbst!


EnerQigeladene Grüße

Christina :)

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