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Hör auf dein Bauchgefühl!

Aktualisiert: 13. Jan.



Es ist Jänner, draußen schneit es und du bist in ein nettes Restaurant zum Essen eingeladen worden. Natürlich hast du nichts gefrühstückt, weswegen du jetzt schon richtig großen Hunger hast. Mit der Speisekarte in der Hand, überlegst du, was du bestellen möchtest. Das Chili con Carne würde dich anlächeln, denn du frierst und hast Lust auf einen warmen Eintopf. Doch dann erinnerst du dich daran, dass du dir fürs neue Jahr vorgenommen hast, ein paar Kilos abzunehmen - diszipliniert entscheidest du dich für den Fitnessteller mit Mozzarellawürfeln. Während du dir deinen Bauch mit dem Berg kalorienarmer Rohkost vor dir vollschlägst, merkst du, dass dein Magen zwar schon gut gefüllt ist, du aber noch nicht so richtig satt geworden bist. Außerdem frierst du jetzt noch mehr als vorher. Unglücklich und müde gehst du nach Hause. Plötzlich überkommt dich der Heißhunger und du belohnst deinen Verzicht beim Mittagessen mit einer Tafel Schokolade.

Was ist hier passiert? Warst du am Nachmittag zu wenig diszipliniert? Hättest du auch zur Schokolade gegriffen, wenn du zu Mittag deinem Bauchgefühl vertraut hättest?


Nach landläufiger Meinung besteht eine gesunde Ernährungsweise immer noch aus Kalorienzählen, wenig Fett, wenig Kohlenhydraten, viel Rohkost und dem Auslassen von Mahlzeiten. Diese Meinung kann die Ernährungslehre nach TCM nicht teilen, denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin, gibt es kein Kalorienzählen, keine vorgegebene Menge von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten und keine Ernährungsvorschriften, die für ALLE gelten. Sich nach TCM zu ernähren heißt, seinem Bauchgefühl zu vertrauen und das zu essen, was Körper, Geist und Seele gut tut.

Du bist, was du verdaust.

In der TCM gilt nicht der Leitspruch "Du bist was du isst", sondern "Du bist, was du verdaust." Es geht also nicht um die Menge der Vitamine, die man sich zuführt, sondern um die Energie, die man am Ende durch die Speisen gewonnen hat. Fühlt man sich nach einer Mahlzeit müde, dann weiß man, dass die Verdauung gerade viel Energie aufwenden muss, um das Essen zu verwerten. Steht man stattdessen energiegeladen vom Esstisch auf, war die Mahlzeit bekömmlich genug, um den Verdauungstrakt nicht zu belasten.

Nehmen wir als Beispiel eine Karotte: Eine Karotte, die roh gegessen wird, hat eine völlig andere Wirkung auf den Körper als eine, die gedünstet, gekocht oder gebacken wurde, obwohl es sich um das gleiche Nahrungsmittel handelt.

Warum ist das so? In der TCM wird das anhand vom sogenannten "Kochtopfmodell" erklärt: Alles, was im Magen ankommt, sollte einer körperwarmen Suppe gleichen. Wenn wir gekochte Mahlzeiten zu uns nehmen, diese in Ruhe genießen und gründlich kauen, hat der Magen wenig Arbeit, den Speisebrei weiter zu verwerten. Dabei spart er Energie, die dem Körper dafür anderweitig zur Verfügung steht. Landen allerdings große Brocken an kaltem Essen im Magen, muss zuerst einmal das Verdauungsfeuer angeheizt werden, damit der Topf warm wird. Dann muss das Essen auch noch mit viel Magensaft verdünnt werden, damit es zu einer Suppe wird und erst dann, wenn die Suppe kocht, können Dämpfe aufsteigen, die den Körper mit Qi versorgen.

Gleicht das Verdauungsfeuer eher einem zarten Flämmchen als einem lodernden Feuer, kann die Suppe aus dem Kochtopf nicht vollständig verdampfen. Es bleibt ein Rest zurück, der sich mit jeder neuen Mahlzeit eindickt, bis er ein richtig zäher Schleim wird, den wir im Westen „Schlacken“ nennen. Die Folge sind Müdigkeit, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, Übergewicht, Wassereinlagerungen, Konzentrationsschwierig-keiten und Co.

Mitte gut, alles gut.

Damit man aus der Nahrung möglichst viel Energie gewinnt, ohne dass Abfall im Körper liegen bleibt, heißt eine wichtige Regel in der TCM: "Sei lieb zu deiner Mitte!". Wenn wir in der TCM das Wort "Mitte" verwenden, meinen wir nichts anderes als unsere Körpermitte, welche die Organe Milz und Magen beherbergt. Eine starke Mitte entspricht einem gut funktionierenden Verdauungssystem, für welches allen voran die Milz verantwortlich ist. Die Milz repräsentiert vereinfacht gesagt unsere Verdauungskraft. In der TCM stellen wir uns die Milz wie eine liebevolle alleinerziehende Mutter mit 10 Kindern (namens Magen, Lunge, Dickdarm, Herz, Perikard, Dünndarm, Leber, Gallenblase, Niere und Blase) vor, die versucht, sich um alle ihre Kinder so gut es geht zu kümmern. Da kann man sich vorstellen, wie wichtig es ist, dass es der Milz-Mama gut geht, denn wenn die Mama nicht genügend Kraft und Energie hat, alle ihre Kinder bestens zu versorgen, dann kann es auch den Kindern nicht gut gehen und in weiterer Folge werden sie „lästig“ oder fangen an zu kränkeln. Zusammenfassen lässt sich sagen, dass sich eine starke Mitte positiv auf den ganzen Körper auswirkt.


"Wenn die Mitte stark ist, können 1000 Krankheiten geheilt werden." (chinesisches Sprichwort)

Die Traditionelle Chinesische Medizin greift auf einen reichhaltigen, jahrtausendealten Erfahrungsschatz zurück, in die auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse einfließen. Bei Ernährungsempfehlungen wird jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit wahrgenommen, weswegen die TCM-Ernährungslehre für mich die stimmigste ist.


Wenn du das Gefühl hast, dass dir ein paar Entlastungstage nach TCM gut tun würden, dann melde dich zum Online-Workshop "Entschlacken und Entspannen" an und gönne DIR und deinem Körper ein paar Tage zum Ballast abwerfen. Nähere Infos findest du HIER.


EnerQigeladene Grüße

Christina